3D Fehler und ihre Quellen

Stereoskopische Bilderzeugung, -bearbeitung und –wiedergabe sowie die Techniken zur Kodierung und Dekodierung beider Bildkanäle bergen diverse Fehlerquellen in sich. Die Auswirkungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Das beginnt mit dem Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Es können sich aber auch Ermüdungserscheinungen, Kopfschmerzen und Übelkeit einstellen. Teilweise wurden die Fehler schon im Abschnitt Bildgeometrie erwähnt. Dennoch soll hier ein noch mal ein kurzer Gesamtüberblick erfolgen.

 

Geisterbilder / Ghostings

Geisterbilder oder Ghostings entstehen bei unzureichender Kanaltrennung während der Wiedergabe. Der Betrachter nimmt mit beiden Augen teilweise das jeweils andere Halbbild wahr. Je präziser die Kanaltrennung, desto geringer das Auftreten von Geisterbildern.

 

Divergenz

Verläuft die Parallaxe mehr als parallel, muss der Betrachter also nach außen schielen. Das führt zu einem Ziehen in den Augen, Kopfschmerzen und Übelkeit. Mit zunehmender Divergenz können die Halbbilder nicht mehr zu einem ganzen Bild zusammengefügt werden. Divergenz kann bei Aufnahme und Wiedergabe entstehen.

Vertikaler Versatz

Ein vertikaler Versatz entsteht, wenn beide Bildachsen von der Höhe her nicht parallel ausgerichtet sind. Meist ist Nachlässigkeit bei der Ausrichtung der Kameras oder der Projektoren der Grund. Je nach Ausprägung kommt es zu ähnlichen Symptomen wie bei Divergenz.

Größenfehler

Größenfehler entstehen meist bei Verwendung unterschiedlicher Objektive der Kameras oder wenn beide Zooms nicht exakt synchronisiert sind. Die Objekte des einen Halbbildes sind dann größer als die des anderen.

Unterschiede in Farbe und Helligkeit

Auch diese Unterschiede können durch die Verwendung zweier unterschiedlicher Geräte sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Wiedergabe entstehen. Bei der Aufnahme führt mangelnde Sorgfalt bezüglich Weißabgleich oder Synchronisation der Blenden zu Farb-, und Helligkeitsfehlern. Verwendet man zwei Projektoren, können auch Lampen mit unterschiedlichen Laufzeiten zu voneinander abweichenden Ergebnissen führen.

Bildzerfall

Wird die Entfernung zwischen Vorder- und Hintergrund eines Stereobildes zu groß gewählt, kann das menschliche Gehirn kein sinnvolles Raumbild daraus errechnen. Man spricht von Bildzerfall.

Vertauschte Halbbilder

Vertauscht man linkes und rechtes Halbbild bei der Darstellung, wechseln Objekte aus dem Vordergrund in den Hintergrund und umgekehrt. Man erhält kein sinnvolles Stereobild.

 

Synchronisationsfehler

Synchronisationsfehler können bei der Darstellung stereoskopischer Filme auftreten. Der Grund ist ein zeitlicher Versatz zwischen den Bildkanälen. Er kann sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Wiedergabe entstehen.

 


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