Glossar zu Stereo3D

Wie funktionieren zirkulare Polarisationsfilter?

Zirkulare Polarisationsfilter funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie lineare Polarisationsfilter. Optische Gitter lassen nur die Lichtwellen hindurch, deren Ausrichtung mit der des Gitters übereinstimmt. Anschließend werden die polarisierten Lichtwellen korkenzieherförmig gedreht: das Licht des einen Projektors im Uhrzeigersinn, das Licht des anderen Projektors in die entgegengesetzte Richtung.

Zirkulare Polarisationsfilter in den 3D-Brillen sorgen anschließend dafür, dass der Betrachter mit dem linken Auge ausschließlich das linke und mit dem rechten Auge nur das rechte Bild sieht.

Gegenüber linearen Polarisationsfiltern bieten zirkulare Filter einen entscheidenden Vorteil: Die zusätzliche Drehung der Lichtwellen ermöglicht auch bei stark geneigtem Kopf eine sehr gute Kanaltrennung.

Aber auch hier geht der Einsatz immer mit einem Verlust an Helligkeit einher. Es gilt, je höher der Transmissionsgrad bzw. die Transmissionsrate der Filter, desto heller die Projektion. Die Verwendung entspiegelter Gläser ist daher von Vorteil. Sie erhöhen nicht nur die Transmission, sondern schonen auch gleichzeitig die Lampen der Projektoren.

Vorteile von zirkularen Polarisationsfiltern:

  • Sehr gute Kanaltrennung auch bei geneigtem Kopf
  • Sehr gute Ergebnisse bei Verwendung von Hochtransmissionsfiltern

Nachteile von zirkularen Polarisationsfiltern:

  • Kostenintensiver als lineare Polarisationsfilter
  • Hoher Lichtverlust bei Verwendung minderwertiger Filter
  • Nicht depolarisierende Silberleinwand notwendig für Aufprojektionen
  • Nicht depolarisierende Rückproscheiben oder Rückprofolien notwendig für Rückprojektionen


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Monika Awater

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